Wie Sie eine Privatinsolvenz vermeiden können

Sie sind Arbeitnehmer, haben jeden Monat ein festes Einkommen zur Verfügung, sind aber trotzdem in die Schuldenmisere gerutscht? Der Gerichtsvollzieher steht schon vor Ihrer Tür? Jetzt ist guter Rat teuer. Die Privatinsolvenz droht.

Bei einer Privatinsolvenz drohen bedeutende Nachteile

Die Privatinsolvenz zu vermeiden sollte jetzt Ihr oberstes Ziel sein. Denn diese beschert Ihnen zwar erst einmal Ruhe vor Mahnbriefen, eidesstattlichen Versicherungen und Besuchen vom Gerichtsvollzieher, aber langfristig werden Sie mit bedeutenden Nachteilen konfrontiert. Es kommt beispielsweise vor, dass Ihre Hausbank Ihr bestehendes Konto kündigt

Auch mit Ihrem Arbeitgeber kann es Probleme geben. Nicht alle nehmen es achselzuckend hin, wenn es zur Lohnpfändung kommt. Hier könnte im Fall der Fälle sogar Ihr Arbeitsplatz in Gefahr sein. Sollte es zum Schlimmsten kommen sollten Sie auf jeden Fall vorher mit Ihrem Vorgesetzten reden. Die Privatinsolvenz zu umgehen kann allerdings diese unangenehme Situation verhindern.

Sollten Sie eine neue Wohnung suchen, ist es auch hier wichtig, nicht insolvent zu sein, denn bei einem negativen Schufa-Eintrag aufgrund einer Privatinsolvenz werden einige Vermieter von einem Mietverhältnis Abstand nehmen. Und auch der Anbieter-Wechsel bei Strom, Gas, Telefon etc. wird schwierig. Sie ersparen sich also eine Menge Schwierigkeiten, wenn Sie eine Privatinsolvenz vermeiden und den finanziellen Problemen offensiv gegenübertreten.

Sechs Jahre dauert die eigentliche Insolvenz. Es kann bis zu weitere drei Jahre dauern bis der entsprechende Schufa-Eintrag gelöscht wird. Unter www.schufa.de erfahren Sie mehr über die berüchtigten Schufa-Einträge und wie Sie eine Auskunft über Ihre Schufa-Akte einholen können.

Haushaltsplan und Kommunikation als erfolgversprechende Mittel einsetzen

Eine Privatinsolvenz muss nicht sein. Um diese zu verhindern, müssen Sie allerdings ehrlich zu sich selbst und bereit sein, kompetente Hilfe in Anspruch zu nehmen. Spätestens dann, wenn Sie merken, dass der Stapel der unbezahlten Rechnungen und Mahnungen immer weiter anschwillt, besteht Handlungsbedarf.

Ein guter Weg, sich seine eigene Finanzlage zu veranschaulichen, ist die Erstellung eines Haushaltsplanes. Hier können Sie akribisch sämtliche Einnahmen und Ausgaben festhalten. Anhand des Haushaltsplanes können Sie schnell erkennen, wie es um Ihre finanzielle Situation bestellt ist und wo Sie sparen können. Möchten Sie Ihren Haushaltsplan auf dem Computer erstellen, finden Sie hier eine Möglichkeit.

Wenn Sie sich einen Überblick verschafft haben, können Sie mit den Gläubigern Kontakt aufnehmen und ehrlich die Karten auf den Tisch legen. Das Ziel sollte dabei sein, für Sie tragbare Ratenzahlvereinbarungen zu treffen oder einen Vergleich anzustreben. Mündliche Absprachen sollten aber tabu sein. Bestehen Sie immer auf schriftliche Kommunikation.

Schuldenberatungsstellen und Rechtsanwälte bieten kompetente Hilfe

Wenn Sie kompetente Hilfe in Anspruch nehmen möchten, um eine Privatinsolvenz zu vermeiden, gibt es zahlreiche Institutionen, an die Sie sich wenden können. Sie können entsprechende Hilfe bei den öffentlichen Schuldnerberatungsstellen erhalten. Hier müssen Sie sich allerdings oftmals gedulden, da diese kostenlos agierenden Stellen stark frequentiert werden und Wartezeiten von bis zum 1 ½ Jahren keine Seltenheit sind.

Muss es schnell gehen und brauchen Sie einen kompetenten Partner, um Ihren Schulden zu Leibe zu rücken, sollten Sie sich an eine rechtsanwaltliche Schuldnerberatung  wenden, da diese auf Fälle wie Ihren spezialisiert sind und Ihnen kompetente Hilfe leisten können. Achten Sie aber darauf, dass Sie sich an ein seriöses Anwaltsunternehmen wenden, dass Ihnen durch gezielte Strategien und mit angemessenen Kosten weiterhilft. Denn immer mehr kommerzielle Unternehmen ohne ausreichende Qualifizierung bieten Ihre Dienste an und verursachen Ihnen unnütze Kosten, da sie gar nicht in der Lage sind, Ihnen kompetent weiter zu helfen. Hier werden Sie nicht von Anwälten beraten, die ihr Handwerk beherrschen! Bei Verbraucherstellen können Sie sich über eventuelle „schwarze Schafe“ informieren.

Wichtig ist, dass Ihr Berater eine außergerichtliche Einigung erzielt. Denn dann ist die Privatinsolvenz erst einmal umgangen. Die weitere Entwicklung haben Sie in der Hand und mit der richtigen Betreuung werden Sie den Schritt aus der Gefahrenzone schaffen und können aus eigener Kraft eine private Insolvenz verhindern.

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